Installateur Notdienst 1100 Wien | Favoriten Notdienst Installateure im 10. Bezirk
Favoriten ist der bevölkerungsreichste Bezirk Wiens – und für einen Installateur einer der abwechslungsreichsten. Zwischen dem gründerzeitlichen Kern rund um Reumannplatz und Quellenstraße, den großen Wohnhausanlagen der Zwischen- und Nachkriegszeit und dem seit 2014 gewachsenen Sonnwendviertel am Hauptbahnhof liegen rund 130 Jahre Baugeschichte. Welcher Notfall bei Ihnen wahrscheinlich ist und wie er gelöst wird, hängt im 10. Bezirk deshalb vor allem an einer Frage: In welchem dieser drei Favoriten wohnen Sie?
Drei Favoriten, drei Arten von Notfällen
Gründerzeit-Favoriten
Reumannplatz, Quellenstraße, Favoritenstraße, Keplerplatz, Columbusgasse.
- Alte Steig- und Fallleitungen
- Nachträglich eingebaute, innenliegende Bäder
- Gasetagenheizung als Standard
- Rückstau über mehrere Parteien
Wohnhausanlagen
George-Washington-Hof, Per-Albin-Hansson-Siedlung, Alaudagasse, Laaer Berg.
- Zentrale Warmwasser- und Heizsysteme
- Standardbäder aus den 50ern bis 70ern
- Meldeweg über die Hausverwaltung
- Serienbauteile, gut verfügbar
Sonnwendviertel & Neubau
Hauptbahnhof, Bloch-Bauer-Promenade, Wienerberg, Neu Oberlaa.
- Fernwärme statt Therme
- Fußbodenheizung, Verteiler im Schrank
- Kontrollierte Wohnraumlüftung
- Leitungen im Estrich verlegt
Gründerzeit rund um Reumannplatz und Quellenstraße
Der historische Kern von Favoriten war ein Arbeiterbezirk mit dichter, einfacher Bebauung. Viele Häuser wurden zwar in den vergangenen Jahrzehnten saniert, die vertikalen Leitungen im Schacht sind aber vielfach original. Der häufigste ernste Notfall ist deshalb der Rohrbruch am Steigstrang – erkennbar daran, dass Wasser an einer Stelle austritt, an der es gar keine Entnahmestelle gibt, etwa in der Küchenwand oder im Stiegenhaus.
Wichtig für Sie: Steigleitungen zählen zu den allgemeinen Teilen des Hauses. Ihr eigenes Wohnungsabsperrventil hilft dann nicht, es muss der Strang oder die Hausabsperrung im Keller geschlossen werden. Verständigen Sie daher gleichzeitig Installateur und Hausverwaltung. Die Kosten trägt in aller Regel nicht die einzelne Partei.
Der zweite Klassiker ist der Rückstau in der Fallleitung. Wenn Abwasser gleichzeitig aus Dusche und WC steigt, liegt die Verstopfung nicht bei Ihnen, sondern weiter unten im gemeinsamen Strang. Auch das ist ein Fall für die Hausgemeinschaft und meist eine Aufgabe für eine professionelle Rohrreinigung mit Hochdruckspülung statt für die Handspirale.
Gemeindebau und große Wohnhausanlagen
Favoriten hat einen der höchsten Anteile an kommunalem und genossenschaftlichem Wohnbau in Wien. In diesen Anlagen läuft ein Notfall organisatorisch anders ab als im privaten Zinshaus:
Der richtige Meldeweg in der Wohnhausanlage
- Zuerst absperren – Wohnungsventil schließen, Strom im nassen Bereich abschalten.
- Hausverwaltung verständigen. Große Verwaltungen haben eigene Notdienst-Hotlines und teils Rahmenverträge mit Installateuren. Wer stattdessen selbst einen Betrieb beauftragt, bleibt unter Umständen auf den Kosten sitzen.
- Erst dann selbst beauftragen, wenn die Verwaltung nicht erreichbar ist oder Gefahr im Verzug besteht – und das dokumentieren.
Die Nummer Ihrer Hausverwaltung steht im Stiegenhaus-Aushang. Fotografieren Sie sie ab und speichern Sie sie im Handy, bevor Sie sie brauchen.
Technisch sind diese Anlagen im Notfall dankbar: Die Bäder wurden seriell gebaut, Bauteile sind gut verfügbar, und die Leitungsführung ist dokumentiert. Ein defektes Eckventil, ein durchlaufender Spülkasten oder ein verstopfter Abfluss sind hier meist in unter einer Stunde erledigt.
Sonnwendviertel und Neubau: andere Technik, andere Fehler
Rund um den Hauptbahnhof ist seit 2014 ein komplett neuer Stadtteil entstanden. Die Haustechnik dort hat mit dem Altbestand wenig gemeinsam – und damit auch die Notfälle:
| Symptom im Neubau | Typische Ursache | Wer ist zuständig |
|---|---|---|
| Kein Warmwasser, Heizung kalt | Störung an der Fernwärme-Übergabestation oder am Wohnungsverteiler | Hausverwaltung / Fernwärme, dann Installateur |
| Feuchter Fleck am Boden | Leck in der Fußbodenheizung im Estrich – braucht Leckortung, kein Aufstemmen auf Verdacht | Installateur mit Messtechnik |
| Einzelner Raum bleibt kalt | Stellantrieb am Heizkreisverteiler defekt oder Kreis verschlossen | Installateur, kein Notfall |
| Muffige Luft, Schimmel trotz Neubau | Filter der Wohnraumlüftung überfällig oder Anlage abgeschaltet | Wartung, kein Notfall |
| Wasser im Kellerabteil | Hebeanlage oder Rückstauverschluss defekt | Hausverwaltung |
Ein Punkt ist im Neubau besonders wichtig: Stemmen Sie nichts auf Verdacht. Weil die Leitungen im Estrich liegen, ist die elektronische Leckortung hier fast immer der günstigere Weg – sie kostet 250 bis 800 Euro, ist in vielen Haushaltsversicherungen eigens gedeckt und erspart den großflächigen Aufbruch eines Fußbodens, der samt Wiederherstellung ein Mehrfaches kostet.
Hochhäuser am Wienerberg und in Monte Laa
Eine Sonderform, die es in dieser Häufung sonst nur in der Donaustadt gibt: Am Wienerberg und rund um Monte Laa stehen Wohnhochhäuser mit weit über zehn Geschoßen. Dort wird die Wasserversorgung über Druckerhöhungsanlagen und getrennte Druckzonen geregelt, weil der Netzdruck allein die oberen Stockwerke nicht erreicht. Zwei Dinge sind daraus für Sie wichtig.
Erstens: Wenn plötzlich mehrere Nachbarn gleichzeitig über schwachen Druck oder gar kein Wasser klagen, ist das kein Wohnungsproblem, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit die Druckerhöhungsanlage im Keller – ein Fall für die Hausverwaltung, nicht für den Installateur Ihrer Wahl. Zweitens: Ein Rohrbruch in einem oberen Geschoß läuft in einem Hochhaus über sehr viele Wohnungen ab, bevor er unten ankommt. Absperren hat hier noch höhere Priorität als anderswo, und der Anruf bei den unteren Nachbarn ist keine Höflichkeit, sondern Schadensbegrenzung.
Anfahrtszeiten im 10. Bezirk
Favoriten ist nicht nur einwohnerstark, sondern auch flächenmäßig groß. Zwischen dem dicht bebauten Norden am Keplerplatz und den südlichen Rändern in Oberlaa, Rothneusiedl oder Unterlaa liegen mehrere Kilometer und deutlich unterschiedliche Anfahrtssituationen.
- Nördliches Favoriten (Keplerplatz, Reumannplatz, Hauptbahnhof): sehr gut erreichbar, 20 bis 40 Minuten. Problem ist eher das Parken als die Entfernung.
- Mittleres Favoriten (Alaudagasse, Per-Albin-Hansson-Siedlung, Laaer Berg): 25 bis 50 Minuten, gute Zufahrt, meist ausreichend Parkfläche.
- Südliches Favoriten (Oberlaa, Unterlaa, Rothneusiedl): 35 bis 70 Minuten. Hier lohnt es sich besonders, gezielt nach einem Betrieb aus dem Bezirk oder aus Liesing zu fragen.
Kosten und Zuständigkeit im Überblick
Abgerechnet wird auch in Favoriten nach dem üblichen Wiener Muster: Anfahrtspauschale 55 bis 115 Euro, Facharbeiterstunde regulär 85 bis 125 Euro, dazu 50 Prozent Zuschlag am Abend und Samstagvormittag, 100 Prozent nachts sowie an Sonn- und Feiertagen. Einen Richtwert für Ihren konkreten Fall liefert der Notdienst-Kostenrechner.
- Wohnungsinneres – Sie beziehungsweise Ihr Vermieter, je nach Ursache.
- Steigstrang, Fallleitung, Keller, Hebeanlage – Hausverwaltung oder Eigentümergemeinschaft.
- Wasserleitung bis zum Wasserzähler – Wiener Wasser (MA 31), Bereitschaft rund um die Uhr unter 01 599 59.
- Gasnetz – Wiener Netze, Gasnetzstörung 0800 500 868; bei Gasgeruch immer zuerst raus aus der Wohnung und im Freien 128 wählen.
- Therme oder Boiler in der Mietwohnung – Erhaltungspflicht liegt seit 2015 beim Vermieter.
Der wirksamste Notfallschutz in Favoriten
Im Altbestand ist es die jährliche Thermenwartung – die Gasetagenheizung ist hier das Bauteil, das im Winter am häufigsten ausfällt. In den Wohnhausanlagen ist es die im Handy gespeicherte Nummer der Hausverwaltung. Und im Neubau ist es das Wissen, wo der Heizkreisverteiler und die Wohnungsabsperrung sitzen – meist in einem unscheinbaren Schrank im Vorraum, den die meisten Bewohner erst im Schadensfall zum ersten Mal öffnen.